Sicherheit

Familienpolitisch in die Zukunft

© Monkey Business - Fotolia.com

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Die Vorstellung, dass wenn zwei Menschen zueinander finden, sodann eine Familie gründen, ist mehr als veraltet. Das Bild eines Erwachsenen, der danach strebt eine Familie zu gründen steckt jedoch noch immer in den Köpfen. Doch nun räumt die Ernst-Freiberger-Stiftung mit den Ansichten auf. In den kommenden Tagen erscheint die Publikation, die die Forschungsergebnisse des Projektes zum Thema “Familie, Bindungen und Fürsorge” schildern. Insgesamt nahmen an dem Projekt 35 Wissenschaftler aus der ganzen Welt teil, die mit den Denkmustern aus den letzten Jahrzehnten aufräumen.

Die Welt ist bei weitem nicht mehr so sicher, wie noch vor 30 Jahren. Die Menschen sind vollkommen unsicher und so wäre eigentlich das Natürlichste der Welt, dass sich diese Menschen ein Nest bauen, das ihnen wieder die Sicherheit und das Selbstbewusstsein zurückgeben. Doch was passiert eigentlich, wenn auch diese Art der Sicherheit wegfällt, weil viele Menschen in der Familiengründung kein Erholungsraum sehen, sondern Sorgen. Die immense Arbeitslosigkeit, Veränderungen im Glauben an Religionen, der Rückhalt ist nicht mehr so selbstverständlich wie er früher einmal war.

Das Konzept der Kleinfamilie mit Vater, Mutter und Kind ist neu. Erst Anfang des 20. Jahrhundert kam diese Formation auf. In der Zeit zuvor lebten teilweise drei Generationen unter einem Dach. Sowohl die Großeltern, Tantel, Onkel als auch Geschwister bildeten eine Familie, die sich ausgeholfen hat. Nicht umsonst sagt ein altes Sprichwort, dass man mindestens 15 Personen braucht, um ein Kind aufzuziehen. Es braucht eine größere soziale Einheit, um Kinder aufzuziehen. Die Ergebnisse der Forschung sind nicht überraschend und an sich auch nicht neu, denn wenn die gesamte Verantwortung nur auf zwei Menschen liegt, muss entweder die staatliche Hilfe ausgebaut werden oder im Privatem ein Umdenken geschehen.