Schule

Neues Unterrichtsfach: Glück

Unterricht © japolia - Fotolia.com

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Dass die Schule nicht gerade zu den Orten gehört an denen man glücklich ist oder sogar glücklich werden kann, zeigt sich nicht nur daran, dass die Schule auf der Beliebheitsskala der Kinder noch hinter dem Besuch beim Zahnarzt liegt. Schule wird von vielen Schülern immer noch als lästige Pflicht empfunden. Leistungsdruck, schwieriger Lernstoff und unliebsame Mitschüler können die Schulzeit zu einer Belastung werden lassen. Um dem entgegenzuwirken wurde in den letzten Jahren ein neues Unterrichtsfach an vielen Schulen eingeführt: der Glücksunterreicht. Das Fach erfreut sich wachaender Beliebtheit und wird in Deutschland an nunmehr 100 Schulen angeboten.

Die Idee dazu hatte der Heidelberger Oberstudiendirektor Ernst Fritz Schubert 2007, der das Fach Glück ernstmals einführte. Sein Konzept adaptierte er nach dem Vorbild der Londoner Privatschule Wellington, die seit 2006 “Well-being” auf dem Lehrplan haben. Dabei soll das klassische Bildungskonzept mit Ideen und Aspekten der positiver Psychologie und Glücksforschung erweitert und verbunden werden. Dafür werden im Glücksunterricht, das offiziell als Förderunterricht verstanden wird, verschiedene Spiele und Programme druchgeführt, die den Kindern zu positiven Gedanken und einer glücklichen Lebenseinstellung verhelfen sollen. So soll in einer lockeren Gesprächsrunde jedes Kind darüber berichten, worüber sie sich heute schon gefreut haben. Bei der sogenannten “Honigdusche” schreibt jeder Schüler über einen anderen etwas Positives auf. Musik hören, Tanzen und Spielen gehört genau so zum Glückunterricht.

Dass das Glücksfach tatsächlich zu einem glücklicherem Leben führt, wird indes aus wissenschaftlicher Sicht bezweifelt. So sind es eher die schon vorab positiv eingestellten Schüler, die von der Methodik weiter profitieren. Zwar fehlen bislang breite Langzeitstudien, doch die bisherigen Erkenntnisse sind ernüchternd. Trotzdem halten die meisten Schulen an dem Glücks-Konzept fest und die Zahl der neuen Schulen mit Glücksunterricht steigt jährlich.

Die Schulangst

Die Schulzeit gehört zur besten Phase im Leben eines Heranwachsenden! So heißt es zumindest. Wie oft sagen die Eltern, dass man froh sein soll, dass man noch zur Schule gehen darf!? Schaut man über den Rand der westlichen Welt hinweg, dann muss man zweifellos froh sein, dass jedes Kind eine Schulbildung genießen kann. In anderen Teilen der Welt, ist das keineswegs selbstverständlich!
Dennoch geht nicht jedes Kind gern in die Schule. Gerade in den ersten Wochen nach der Einschulung können durchaus Probleme entstehen, die sich in schlimmen Fällen zu einer Schulangst entwickeln können Da sich die Kinder in einem neuen Lebensabschnitt befinden und nicht immer sofort damit klar kommen, werden die Schwierigkeiten der Schule zugeschrieben, die zu eine Art Angstobjekt wird und am liebsten gemieden werden möchte.

Die Gründe dabei sind vielfältig. Zum einen steht wohl in vielen Fällen die “Trennung” zu den Eltern im Mittelpunkt, was wohl meist Kinder betrifft, die zuvor keinen Kindergarten besucht haben und durch die Mutter zu Hause betreut wurden. Die plötzliche Trennung zu den bisherigen Bezugspersonen verunsichert die Kinder, die neue Umgebung und der dadurch entstehende Stress geben ihr übriges hinzu. Auch das Zusammensein mit neuen Kindern und die neuen Aufgaben, die vor einem liegen, können dazu beitragen, dass die Schule zu einem Ort der Unsicherheit und Angst wird.
Im schlimmsten Fall entwickelt sich aus den psychischen Druck und der schulischen Belastung, physische Symptome, wie Bauchweh und Übelkeit, die keineswegs ignoriert werden sollten!
Die Schulzeit soll doch die schönste Zeit werden und um das zu erreichen, sollten jegliche Anzeichen für Schulprobleme frühstmöglich erkannt und möglichst schnell beseitigt werden, damit die Zeit in der Schule genossen werden kann und nicht zu einem Albtraum wird!

Zweisprachigkeit

Sprache / lizzie_anne

Menschen die zweisprachig aufgewachsen sind haben auf jeden Fall einen Vorteil. Denn das Sprachzentrum kann sich ausgeprägter entwickeln und vor allem tut man sich dann im Alter leichter eine weitere Sprache zu erlernen. Zweisprachigkeit bedeutet genau dass man zwei Sprachen wirklich Sprechen und Verstehen kann, eben wie seine Muttersprache.

Viele Menschen die von Anfang an mit zwei Sprachen aufgewachsen sind haben das Problem dass sie in zwei Sprachen Denken und Fühlen Kannen. Das alles vermischt sich im Gehirn und man denkt mal in der einen und mal in der Anderen Sprache.

Wenn der Zweisprachige in einem Land mit zwei Landessprachen aufwächst sind beide Sprachen im Alltag vertreten. Das vereinfach die ganze Sache noch einmal denn man ist stets in Übung. Anders hingegen verhält es sich bei so genannten Spracherziehungsmethoden. Wenn der eine Elternteil eine andere Sprache spricht wachsen Kinder ebenfalls oftmals zweisprachig auf. Außerdem spricht das Kind meist mit einem Elternteil die eine und mit dem Anderen eine andere Sprache.

Früher, in den 60ern, war man noch der Meinung das Zweisprachigkeit zu einer Überforderung beifügt. Man glaubte dass so eine Gabe zur Schizophrenie führen kannte. Doch dann haben Forscher heraus gefunden dass zweisprachige Kinder sogar höhere Intelligenzwerte aufweisen können.

Viele Eltern versuchen mittlerweile ihr Kind auch zweisprachig zu erziehen wenn sie selbst nicht zwei Muttersprachen haben oder einfach eine andere Sprache sprechen. Immer mehr Kinder bekommen von klein auf die Englische Sprache mit in die Wiege gelegt. Diese zweisprachige Erziehung gewinnt immer mehr Sympathisanten, immerhin hat das Kind später mehr Zugänge zu anderen Ländern wenn es mehrere Sprachen spricht. Die frühkindliche Prägung spielt auch in Kindergärten, Vorschulen und Grundschulen mittlerweile vermehrt eine Rolle.

Was ist ein Waldkindergarten?

Wald / Axel-D

Ein Kindergarten ohne Duplosteine, ohne Rutsche oder Sandkasten? Ein Kindergarten ohne Gruppenraum, Turnraum und Spielecke ? Ein Kindergarten, der nur im Freien zu Hause ist, den Kindern jeden Tag Wind und Wetter ausliefert?Können wir das unseren Kleinsten zumuten? Brauchen sie nicht gerade ein geschütztes Heim, mit ausgepolsterten Böden, mit exklusiv auf ihre Bedürfnisse angepassten Möbel und pädagogisch wertvollem Spielzeug?

Nein, meinte die Dänin Ellen Flattau und ging mit ihren Kindern und einigen Nachbarskindern stattdessen jeden Vormittag für einige Stunden in den Wald. Aus dem regen Interesse anderer Eltern an dieser unkonventionellen Betreuung, entstand seit den 1950er Jahren die Bewegung der Waldkindergärten die sich bald auch auf Deutschland, Österreich und die Schweiz ausbreiten sollte. Heutzutage gibt es, laut Wikipedia, rund 300 Waldkindergärten in Deutschland, der erste wurde 1993 in Flensburg staatlich anerkannt, schon 1968 entstand allerdings in Wiesbaden, wurde jedoch nie vom Jugendamt anerkannt und blieb eine private Elterninitiative. Wie andere Kindergärten auch, finanzieren sich die Waldkindergärten mittlerweile jedoch über staatliche Förderungen, Beteiligung der Eltern und private Spenden. Organisatorisch unterscheiden sich die Waldkindergärten kaum von konventionellen Kindergärten. Eine Gruppe von 15-20 Kindern wird von zwei staatlich anerkannten Erziehern oder Erzieherinnen geleitet. Der Unterschied besteht darin, dass die Kinder und Erzieher nur im Falle eines Unwetters in feste Räume zurückziehen. Meistens dient ein Bauwagen oder eine Waldhütte als Zufluchtsort. Industriell gefertigtes Spielzeug gibt es nicht, die Kinder sollen mit dem spielen, was sie in ihrer Umgebung vorfinden. Die Vorteile eines Waldkindergartens gegenüber eines Regelkindergartens sollen die positiven Auswirkungen der Natur auf das Immunsystem und auf die Kommunikationsfähigkeit der Kinder sein. Durch dem ständigen Aufenthalt an der frischen Luft würden die Abwehrkräfte gestärkt und durch die Abwesenheit von vorgefertigtem Spielzeug würden die Kreativität und die Kommunikation der Kinder untereinander entscheidend gefördert, so Befürworter der Waldkindergärten.

Sehstörungen bei Kleinkindern

Augen / rolands.lakis

Für die Kleinen möchte man nur das Beste. Doch wie soll man das können, wenn man gar nicht weiß auf was man alles achten soll?

Eine solche Sache ist beispielsweise die Sehstärke bei Kindern. So hat die Forschung eines Berliner Augenarztes gezeigt, dass in den Kindergärten 19% der Kinder Auffälligkeiten an den Augen aufweisen, jedoch nur 11% in Behandlung sind. Der Arzt tut dies ganz klar als keinen Schönheitsfehler ab. Immerhin ist es so, dass sich Probleme mit dem Auge am besten behandeln lassen, je jünger der Betroffene ist. So ist es schlichtweg einfach zu spät, wenn das Kind erst bei der Einschulung auf seine Seheinschränkung untersucht wird und dann gegebenfalls eine Brille verschrieben bekommt. So sollte eigentlich jedes Kind bis zu seinem zweiten Lebensjahr einmal beim Augenarzt gewesen sein. In Familien mit starker Seheinschränkung und vermehrten Brillenträgern sogar mit nur einem halben Jahr.

Auch die Tatsache des Schielens darf bei Kindern nicht unterschätzt werden. Wenn die Kinder schielen sehen sie zwei Bilder. Da dies auf Dauer zu anstrengend ist, blendet das Gehirn mit der Zeit ein Bild aus und somit ist nur noch ein Auge wirklich aktiv. Dies wird in seiner Sehkraft zwar immer stärker, das “nutzlose” Auge jedoch auch immer schwächer. Wenn dies nicht behandelt wird, kann das Kind irgendwann nur noch mit einem Auge sehen und somit das räumliche Sehen nicht erlernen. Problematisch ist dabei nur, dass das Schielen bei Babys sehr häufig vorkommt und auch wieder von alleine weggeht. Doch spätestens wenn der Kleine mit 8 Monaten immer noch schielt sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

Es empfiehlt sich außerdem zu einem richtigen Augenarzt zu gehen. Nachteil bei der ganzen Vorsicht ist leider nur, dass die Krankenkasse diese Vorsorgeuntersuchung nicht übernimmt.

Was ist ‘Offener Unterricht’?

Klasse / James Sarmiento

Beim Offenen Unterricht handelt es sich um eine spezielle Organisationsform des Unterrichts, bei der jeder Schüler selbst entscheiden kann in welcher Sozialform er an selbstgewählten Inhalten wo und wann arbeiten möchte.

Es gab lange Zeit keine eindeutige Definition für den Offenen Unterricht, da dieser vor allem als Gegenstück zum Frontalunterricht entworfen wurde und nicht aufgrund einer tiefgehenden Theorie.

Das besondere am Offenen Unterricht ist, dass die individuellen fachlichen und überfachlichen Lerninteressen der Kinder das Lerngeschehen bestimmen. Grundelement dieser Unterrichtsstrategie sind die Individuen in der Lerngruppe und vor allem die Interessen der Individuen. Somit eignet sich Offener Unterricht sehr gut zum Lernen mit heterogenen Lerngruppen, da jedes Kind auf einem anderen Wissenstand ist und ein unterschiedliches Lernpotential hat. Wo im Frontalunterricht diese Kinder meistens untergehen, da sich der Lehrer nach dem Lehrplan und der Mehrheit der Klasse richtet, so kann der Pädagoge im Offenen Unterricht wunderbar auf diese eingehen. Genauso verhält sich dies auch mit den sehr schlauen und Hochbegabten Schülern. Diese können sich nach ihrem Interesse weiter bilden und müssen sich im Unterricht nicht langweilen, wenn der Lehrer eine Gesetzmäßigkeit zum fünften Mal erklärt.

Natürlich muss man sich als Pädagoge in diesem Bereich auch sehr bilden. So gilt es für die heutigen Lehramtsstudenten zur Standardausbildung dazu, so viele verschiedene Unterrichtsformen wie möglich kennenzulernen. Für ältere Lehrer ist es jedoch oftmals ein Problem, sich noch auf Fortbildungen zu begeben und sich neue Lehrmöglichkeiten anzueignen. Hier ist es wichtig, dass junge und ältere Kollegen im Team arbeiten und die gegenteiligen Ansichtsweisen tolerieren und akzeptieren.

Verschiedene Formen des Offenen Unterrichts sind dabei vor allem die Freiarbeit, der Projektunterricht, das Entdeckende Lernen, das Forschende Lernen und das Selbstbestimmte Lernen.