Familienpolitisch in die Zukunft

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Die Vorstellung, dass wenn zwei Menschen zueinander finden, sodann eine Familie gründen, ist mehr als veraltet. Das Bild eines Erwachsenen, der danach strebt eine Familie zu gründen steckt jedoch noch immer in den Köpfen. Doch nun räumt die Ernst-Freiberger-Stiftung mit den Ansichten auf. In den kommenden Tagen erscheint die Publikation, die die Forschungsergebnisse des Projektes zum Thema “Familie, Bindungen und Fürsorge” schildern. Insgesamt nahmen an dem Projekt 35 Wissenschaftler aus der ganzen Welt teil, die mit den Denkmustern aus den letzten Jahrzehnten aufräumen.
Die Welt ist bei weitem nicht mehr so sicher, wie noch vor 30 Jahren. Die Menschen sind vollkommen unsicher und so wäre eigentlich das Natürlichste der Welt, dass sich diese Menschen ein Nest bauen, das ihnen wieder die Sicherheit und das Selbstbewusstsein zurückgeben. Doch was passiert eigentlich, wenn auch diese Art der Sicherheit wegfällt, weil viele Menschen in der Familiengründung kein Erholungsraum sehen, sondern Sorgen. Die immense Arbeitslosigkeit, Veränderungen im Glauben an Religionen, der Rückhalt ist nicht mehr so selbstverständlich wie er früher einmal war.
Das Konzept der Kleinfamilie mit Vater, Mutter und Kind ist neu. Erst Anfang des 20. Jahrhundert kam diese Formation auf. In der Zeit zuvor lebten teilweise drei Generationen unter einem Dach. Sowohl die Großeltern, Tantel, Onkel als auch Geschwister bildeten eine Familie, die sich ausgeholfen hat. Nicht umsonst sagt ein altes Sprichwort, dass man mindestens 15 Personen braucht, um ein Kind aufzuziehen. Es braucht eine größere soziale Einheit, um Kinder aufzuziehen. Die Ergebnisse der Forschung sind nicht überraschend und an sich auch nicht neu, denn wenn die gesamte Verantwortung nur auf zwei Menschen liegt, muss entweder die staatliche Hilfe ausgebaut werden oder im Privatem ein Umdenken geschehen.
Medienkompetenz für Kinder
Das Internet ist mittlerweile fester Bestandteil unseres Lebens und ist schon bei Kindern fest in den Alltag integriert. Doch genau diese gilt es zu schützen vor den vielen Gefahren, die dieses Medium bei allen Vorteilen in sich birgt.
Vorraussetzung ist dafür eine gewisse Medienkompetenz, die bestenfalls schon in frühem Alter erlernt und in das tägliche Leben integriert wird. Darunter versteht man laut polizeilicher Definition, „die Fähigkeit, selbstbestimmt, kreativ, und sozial verantwortlich mit Medien umzugehen und sie zur Gestaltung der eigenen Lebenswelt (und) zur Teilhabe an (…) der Gesellschaft zu nutzen“. Denn dies geht auch mit späterem beruflichen Erfolg einher, da die Wirtschaft fast ausschließlich über die Medien auftritt und kommuniziert. Diese gilt es zu verstehen und für die eigenen Zwecke zu nutzen.
Vor allem elektronische Medien wie Radio, Fernseher und Internet ermöglichen die schnelle Kommunikation. Als „Digital Natives“ bezeichnet man heute diejenigen, die mit dem Internet bereits aufgewachsen sind- die Kinder von heute also. In Schulen wird in heutigen Zeiten schon viel mit Computer und Internet gearbeitet. Doch auch Eltern sind aufgefordert den richtigen Umgang mit diesen Medien bei ihren Kindern zu fördern.
Sie sollten in Zusammenhang mit der eigenen Lebensgestaltung und Identitätsbildung gebracht werden, aber auch zur Informationsbeschaffung für Bildung und Freizeit sinnvoll eingesetzt werden können. Grundvoraussetzung ist dafür natürlich, mit den Geräten umgehen zu können und in der Lage zu sein, die Mediensprache zu verstehen. Darüber hinaus gilt es, ihren tatsächlichen Bezug zu Wirklichkeit einzuschätzen, um die beinhalteten Botschaften, beispielsweise aus Presse und Nachrichtenmagazinen, kritisch beurteilen zu können, was Wahrheit, Information oder mögliche Manipulation angeht. Doch das Internet stellt nicht nur ein Medium dar, dass es ermöglicht, die eigene Handlungs- und Ausdrucksfähigkeit zu erweitern, sondern birgt auch viele Gefahren.
Es ist nicht ausreichend über die eigene Medienwirkung nachzudenken, sondern ein bestimmtes Wissen darüber, welche Folgen es haben kann, persönliche oder fremde Daten und Bilder ins Internet zu bringen, ist vonnöten. Unzählige Angebote sind speziell auf Kinder und Jugendliche ausgerichtet. Nicht nur lehrreiche Inhalte, auch Pornografie und Gewaltszenen sind oftmals frei zugänglich. Schnell geraten unerfahrene Nutzer, vor allem leichtgläubige Kinder an unseriöse Gestalten und Datensammler, die sich in Sozialen Netzwerken und Chatrooms aufhalten und kaum kontrolliert oder aufgehalten werden können.
Die Adoption

Adoption / Cia de Foto
Weltweit werden jährlich etwa 260.00 Kinder adoptiert laut einer Studie der Vereinten Nationen. Die Gründe für eine Adoption eines fremden Kindes sind dabei ebenso vielschichtig wie die Entscheidung für oder gegen eigene Kinder. Manche Paare adoptieren ein fremdes Kind, weil sie selbst keine Kinder bekommen können, oder schon welche haben, einem benachteiligtem Kind jedoch die Möglichkeit bieten möchten, statt in einem Heim, in einem behütetem Umfeld aufzuwachsen. Auch Alleinstehende, die einfach keinen geeigneten Partner finden, sich aber dennoch ein Kind wünschen, können ein bedürftiges Kind adoptieren. In den meisten Fällen hingegen, adoptieren die neuen Partner des leiblichen Elternteils das Kind ihres Partners.
Das Mindestalter für Erwachsene, die sich entschließen ein Kind zu adoptieren, liegt seit 1973 bei 25 Jahren. Um 1900 lag das Mindestalter noch bei 50 Jahren, Adoptionen wurden meist vorgenommen, um finanzielle Sicherheit im Alter zu gewährleisten. Schon im alten Rom war die Adoption eine durchaus gängige gesellschaftliche Praxis, die es beispielsweise kinderlosen Adelsfamilien erlaubte ihren Stammbaum weiterzuführen. In Deutschland waren es die Kirchen, die um 1900 erstmals Adoptionsvermittlungsstellen einrichteten und somit die Adoption institutionalisierten. Mittlerweile werden Adoptivkindern von den Jugendämtern und verschiedenen freien Trägern, u.a. die Kirche, vermittelt. Künftige Adoptiveltern müssen sich entscheiden, ob sie ein Kind aus ihrem Land adoptieren möchten, oder eine Auslandsadoption vornehmen möchten. Umkehrbar ist die Entscheidung nur in den aller seltensten Fällen. Nur wenn eine Drohung, eine Täuschung oder ein Irrtum vorliegt, kann die Adoption zurückgenommen werden.
Juristisch gesehen, ist die Adoption die rechtliche Begründung des Verhältnisses zwischen einem Kind und seinen Eltern ohne Rücksicht auf die biologische Abstammung. Die Adoptiveltern erhalten die gleichen Rechte und Pflichten, wie leibliche Eltern. Erst seit 1976 haben auch die Adoptivkinder die identischen Rechte wie leibliche Kinder.
Was ist ‘Offener Unterricht’?

Klasse / James Sarmiento
Beim Offenen Unterricht handelt es sich um eine spezielle Organisationsform des Unterrichts, bei der jeder Schüler selbst entscheiden kann in welcher Sozialform er an selbstgewählten Inhalten wo und wann arbeiten möchte.
Es gab lange Zeit keine eindeutige Definition für den Offenen Unterricht, da dieser vor allem als Gegenstück zum Frontalunterricht entworfen wurde und nicht aufgrund einer tiefgehenden Theorie.
Das besondere am Offenen Unterricht ist, dass die individuellen fachlichen und überfachlichen Lerninteressen der Kinder das Lerngeschehen bestimmen. Grundelement dieser Unterrichtsstrategie sind die Individuen in der Lerngruppe und vor allem die Interessen der Individuen. Somit eignet sich Offener Unterricht sehr gut zum Lernen mit heterogenen Lerngruppen, da jedes Kind auf einem anderen Wissenstand ist und ein unterschiedliches Lernpotential hat. Wo im Frontalunterricht diese Kinder meistens untergehen, da sich der Lehrer nach dem Lehrplan und der Mehrheit der Klasse richtet, so kann der Pädagoge im Offenen Unterricht wunderbar auf diese eingehen. Genauso verhält sich dies auch mit den sehr schlauen und Hochbegabten Schülern. Diese können sich nach ihrem Interesse weiter bilden und müssen sich im Unterricht nicht langweilen, wenn der Lehrer eine Gesetzmäßigkeit zum fünften Mal erklärt.
Natürlich muss man sich als Pädagoge in diesem Bereich auch sehr bilden. So gilt es für die heutigen Lehramtsstudenten zur Standardausbildung dazu, so viele verschiedene Unterrichtsformen wie möglich kennenzulernen. Für ältere Lehrer ist es jedoch oftmals ein Problem, sich noch auf Fortbildungen zu begeben und sich neue Lehrmöglichkeiten anzueignen. Hier ist es wichtig, dass junge und ältere Kollegen im Team arbeiten und die gegenteiligen Ansichtsweisen tolerieren und akzeptieren.
Verschiedene Formen des Offenen Unterrichts sind dabei vor allem die Freiarbeit, der Projektunterricht, das Entdeckende Lernen, das Forschende Lernen und das Selbstbestimmte Lernen.
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